Hallo Zusammen,
Ich hatte ja schon einmal einen Beitrag eröffnet bei der es um die Wahl des richtigen Zeltes für mich ging und ich habe mich schlussendlich für das Tarptent Bowfin entschieden.
Vorab: Ich kann hier irgendwie keine Bilder hochladen oder verlinken, also gibt es leider nur direkt Links.
Kostenpunkt 299$ + ein paar Zerquetschte für das Seam-Sealing. Wurde mir direkt aus den USA mitgebracht.
Ich lege mal mit einem Foto von Tour los Highlands
Daten
Fangen wir erst einmal mit den Grundlegenden Daten an:
- Freistehendes Zelt mit 2 Eingänge und 2 Apsiden
- Innenzelt aus Mesh oder partial-solid, lässt sich in der Breite variieren
Innenzelt-Maße:
Minimale Breite: 50cm
Maximale Breite: 127cm
Höhe: 101cm
Außenzelt-Maße:
Breite: 193 cm
Länge: 237 cm
Höhe: 115 cm
Gewicht:
Bei mir auf der Küchenwage gewogene 1067g in Minimalaustattung mit 2 Heringen.
Praktisch dabei hatte ich aber 6 Heringe + Abspannschnur + Groundsheet und komme auf 1200g.
Sonstiges:
Packmaß: 26x10x10cm, lässt sich aber noch etwas drücken wenn es sein muss.
Aufbau
Grob-Aufbau
Der Aufbau ist Kinderleicht und geht selbst ungeübt in maximal 5 min. Wenn es regnet geht es auch in 2
1) Zelt ausrollen
2) Die Pitch-Loc Enden Beidseitig straffen, dafür wird einfach an einem Stück Schnur gezogen damit die Querstange fest sitzt
3) Die Zeltstange aufbauen und durch das Sleeve schieben
4) Die Zeltstange beidseitig in den Zeltstangen-Taschen festmachen
5) Das Zelt steht nun und kann an die gewünschte Position gebracht werden
6) Abspannen der Seitentüren mit jeweils einem Hering
Fein-Aufbau
Wenn man das ganze Sturmsicher machen will gibt es noch einige zusätzliche Abspannpunkte am Zelt (2 am Stangen-Sleeve), Jeweils 2 Pro Seite, noch einmal 4 Stück an den Enden des Innenzeltes
Was mir nicht so gefällt, ist das die Pitch-Lock Enden in genau dem richtigen Abstand aufgebaut werden müssen sonst hängen die Seitentüren ein wenig durch (Gerade bei Nässe und Wind ist das scheiße), daher habe ich eigentlich immer die Seitentüren noch einmal Extra abgespannt.
Das Innenzelt lässt sich über 2 Schnallen mit den Außenzelt-Seiten verbinden. Diese Schnallen sind an einem Gurtstraffer befestigt welchen man je nach Bedarf stärker oder weniger spannt. Dadurch kann man selbstständig festlegen wie groß das Innenzelt ist und dementsprechend wie groß die Apsiden sind.
Möchte man ein größtmögliches Innenzelt, dann spannt man die Gurtstraffer so stark wie möglich, möchte man ein kleines Innenzelt und große Apsiden, dann klippt man die Schnallen aus und kann das Innenzelt an sich selbst befestigen (Dafür gibt es einen kleinen Haken innen) und so steht das Zelt auch gut ohne die Klipp-Verbindung zwischen Innen- und Außenzelt.
Ist ein bisschen schwer zu erklären, man kann das auf dem Foto wenn man rein-zoomt erkennen (Neben der gelben Abspannschnur)
Seitenansicht
Diese Funktion ist bei Regen auch sehr praktisch, man öffnet das Außenzelt leicht, klippst das Innenzelt aus und schiebt es weit zurück, Rein ins Zelt und dann kann man es wieder einklippen. So kommt man ohne das Innenzelt nass zu machen bei Regen rein (Braucht aber bisschen Übung …
)
Lüftung
Das Zelt bietet eine Menge Belüftungsoptionen.
1) Seiten-Türen Halb bzw. ganz öffnen.
Die beste Belüftung gibt es wohl bei offenen Türen. Beide Seiten lassen sich standardmäßig ohne am Aufbau was ändern zu müssen öffnen.
Des Weiteren gibt es die Möglichkeit, wenn man das Innenzelt eigens abspannt, die komplette Seite zu öffnen.
Auf dem Foto sieht man gut was ich meine. Hier ist eine Seite geöffnet. Spannt man nun das Innenzelt separat ab, kann man auch die zweite Seite des Außenzeltes öffnen.
Seitenansicht
2) Sturmklappen an den beiden Ende
Diese lassen sich von Außen öffnen und mit einem Gummiband befestigen oder schließen (mit Klett), geht auch von Innen, ist aber viel gepfrimel und man kriegt es nicht ganz sauber hin.
Wenn ich die Sturmklappen offen habe, habe ich keinerlei Ventilationsprobleme, selbst nicht bei starkem und andauerndem Regen + Nassen Boden.
Die offenen Sturmklappen sind auf dem ersten Foto gut sichtbar (Highlands)
3) Ventilationsklappen an den beiden Seiten.
Lassen sich von Außen öffnen oder schließen. Zum schließen kann man die Klappen in eine Art Plastik-Karabiner einklinken.
Ich hatte ehrlich gesagt nur eine Nacht Kondensationsprobleme, als es durchgehend geregnet hat und ich die Sturmklappen zu hatte. Macht man die auf weht ein nettes Windchen durchs Zelt und es gibt keine Probleme.
Nass wird es innen leider trotzdem bei starkem Regen, da bei Windböhen das Außenzelt auf das Innenzelt gedrückt wird und so die Tropen da herankommen.
Raum-Nutzung
Ich finde das Konzept sehr gut so wie es ist. Man kann selbst entscheiden wie groß Apsiden oder Innenzelt sind. i.d.R. nehme ich einfach mein komplettes Gear in das Innenzelt und lasse Schuhe, Trekkingstöcke, Topf oder ähnliches draußen. Sollte alles total Nass sein, verkleinere ich das Innenzelt und stelle alles in die Apsiden.
Es ist aber auch Möglich eine Seite des Innenzeltes breit zu haben und die andere klein. Die Möglichkeiten sind einfach immens und ich denke da ist für jeden etwas dabei.
Innenzelthöhe ist bei mir als 175cm Person gut, bei Dauer-Regen wird es aber drin zu klein. Man kann im Grunde nur in der Mitte aufrecht sitzen und das nervt auf Dauer.
Liegefläche ist aufjeden Fall ausreichend, selbst bei Minimal-Innenzelt passt meine Z-Lite in der Breite Problemlos rein und ich hab oben und unten noch Platz für Sachen.
Windstabilität
Absolut TOP, man kann nichts sagen. Wir haben eine Nacht in einem Tal bei Sturm verbracht, andere Zelte sind weggeflogen, das Bowfin stand sehr gut. Es stand tatsächlich neben zwei Unna Sturmbunkern und zumindest von Außen sahen die Zelte vergleichbar stabil aus (Ich denke aber innen war es etwas cooler bei denen als bei mir)
Ich hatte es natürlich extra noch einmal abgespannt und es hat drinnen hart gewackelt, wir hatten aber auch Böen bis 80km/h mit Vertikal-Regen und ich hab die Nacht gut überstanden.
Problem ist halt hier ganz arg, dass bei Böen das Außenzelt an das Innenzelt kommt und da die Nässe reinkommt (Ich bin aber auch noch nicht fertig mit dem experimentieren wie man es am besten Abspannt, vlt. Lässt sich da noch etwas verbessern…)
Nass geworden ist es schon, aber nur weil ich Depp die Sturmklappen offen hatte (Was übrigens bei starkem Wind auch nicht gerade TOP ist für die Stabilität…
)
Austattung
Im Grunde gibt es halt das Zelt und ein paar Abspannpunkte
Ein kleines (nicht gut durchdachtes) Feature sind kleine Seitentaschen im Innennetz die absolut nichts taugen weil alles rausfliegt (Hab eine Nacht dann auf meiner Brille gepennt…).
Fazit
Gutes 1-Personen Zelt das ich definitiv weiter nutzen werde und das mir auch viel Spaß bringt. Gewicht / Leistungsfaktor ist einfach gut. Das Ding ist super schnell aufgebaut und auch abgebaut (Was waren die anderen neidisch weil ich das Ding im harten Regen schnell zusammen hatte)
Was mir fehlt ist das partial-solid inner. Werde das aber nicht mehr bestellen sondern versuchen mir selbst was zu basteln..
Das Groundsheet (Fensterfolie) hat zwar seinen Dienst getan, aber ich werde mir auch hier etwas basteln was sich einfach an das Außenzelt anklippen lässt. Alles andere ist nur nervig weil die Folie sonst entweder ständig unter dem Außenzelt rausguckt oder verrutscht oder oder oder…
Windstabilität ist extrem gut (Henry sagt selbst, das Zelt ist stabiler als Rainbow und Moment).
Hier noch einmal ein paar Bilder. Sorry hab nicht allzu viele:
Foto 3
Foto 4
Bei Fragen einfach los Fragen (Bin noch nicht so Zelt-Erfahren, aber werde versuchen zu helfen) und wenn jemand noch mehr Fotos möchte, auch einfach fragen.
Ich hatte ja schon einmal einen Beitrag eröffnet bei der es um die Wahl des richtigen Zeltes für mich ging und ich habe mich schlussendlich für das Tarptent Bowfin entschieden.
Vorab: Ich kann hier irgendwie keine Bilder hochladen oder verlinken, also gibt es leider nur direkt Links.
Kostenpunkt 299$ + ein paar Zerquetschte für das Seam-Sealing. Wurde mir direkt aus den USA mitgebracht.
Ich lege mal mit einem Foto von Tour los Highlands
Daten
Fangen wir erst einmal mit den Grundlegenden Daten an:
- Freistehendes Zelt mit 2 Eingänge und 2 Apsiden
- Innenzelt aus Mesh oder partial-solid, lässt sich in der Breite variieren
Innenzelt-Maße:
Minimale Breite: 50cm
Maximale Breite: 127cm
Höhe: 101cm
Außenzelt-Maße:
Breite: 193 cm
Länge: 237 cm
Höhe: 115 cm
Gewicht:
Bei mir auf der Küchenwage gewogene 1067g in Minimalaustattung mit 2 Heringen.
Praktisch dabei hatte ich aber 6 Heringe + Abspannschnur + Groundsheet und komme auf 1200g.
Sonstiges:
Packmaß: 26x10x10cm, lässt sich aber noch etwas drücken wenn es sein muss.
Aufbau
Grob-Aufbau
Der Aufbau ist Kinderleicht und geht selbst ungeübt in maximal 5 min. Wenn es regnet geht es auch in 2
1) Zelt ausrollen
2) Die Pitch-Loc Enden Beidseitig straffen, dafür wird einfach an einem Stück Schnur gezogen damit die Querstange fest sitzt
3) Die Zeltstange aufbauen und durch das Sleeve schieben
4) Die Zeltstange beidseitig in den Zeltstangen-Taschen festmachen
5) Das Zelt steht nun und kann an die gewünschte Position gebracht werden
6) Abspannen der Seitentüren mit jeweils einem Hering
Fein-Aufbau
Wenn man das ganze Sturmsicher machen will gibt es noch einige zusätzliche Abspannpunkte am Zelt (2 am Stangen-Sleeve), Jeweils 2 Pro Seite, noch einmal 4 Stück an den Enden des Innenzeltes
Was mir nicht so gefällt, ist das die Pitch-Lock Enden in genau dem richtigen Abstand aufgebaut werden müssen sonst hängen die Seitentüren ein wenig durch (Gerade bei Nässe und Wind ist das scheiße), daher habe ich eigentlich immer die Seitentüren noch einmal Extra abgespannt.
Das Innenzelt lässt sich über 2 Schnallen mit den Außenzelt-Seiten verbinden. Diese Schnallen sind an einem Gurtstraffer befestigt welchen man je nach Bedarf stärker oder weniger spannt. Dadurch kann man selbstständig festlegen wie groß das Innenzelt ist und dementsprechend wie groß die Apsiden sind.
Möchte man ein größtmögliches Innenzelt, dann spannt man die Gurtstraffer so stark wie möglich, möchte man ein kleines Innenzelt und große Apsiden, dann klippt man die Schnallen aus und kann das Innenzelt an sich selbst befestigen (Dafür gibt es einen kleinen Haken innen) und so steht das Zelt auch gut ohne die Klipp-Verbindung zwischen Innen- und Außenzelt.
Ist ein bisschen schwer zu erklären, man kann das auf dem Foto wenn man rein-zoomt erkennen (Neben der gelben Abspannschnur)
Seitenansicht
Diese Funktion ist bei Regen auch sehr praktisch, man öffnet das Außenzelt leicht, klippst das Innenzelt aus und schiebt es weit zurück, Rein ins Zelt und dann kann man es wieder einklippen. So kommt man ohne das Innenzelt nass zu machen bei Regen rein (Braucht aber bisschen Übung …

Lüftung
Das Zelt bietet eine Menge Belüftungsoptionen.
1) Seiten-Türen Halb bzw. ganz öffnen.
Die beste Belüftung gibt es wohl bei offenen Türen. Beide Seiten lassen sich standardmäßig ohne am Aufbau was ändern zu müssen öffnen.
Des Weiteren gibt es die Möglichkeit, wenn man das Innenzelt eigens abspannt, die komplette Seite zu öffnen.
Auf dem Foto sieht man gut was ich meine. Hier ist eine Seite geöffnet. Spannt man nun das Innenzelt separat ab, kann man auch die zweite Seite des Außenzeltes öffnen.
Seitenansicht
2) Sturmklappen an den beiden Ende
Diese lassen sich von Außen öffnen und mit einem Gummiband befestigen oder schließen (mit Klett), geht auch von Innen, ist aber viel gepfrimel und man kriegt es nicht ganz sauber hin.
Wenn ich die Sturmklappen offen habe, habe ich keinerlei Ventilationsprobleme, selbst nicht bei starkem und andauerndem Regen + Nassen Boden.
Die offenen Sturmklappen sind auf dem ersten Foto gut sichtbar (Highlands)
3) Ventilationsklappen an den beiden Seiten.
Lassen sich von Außen öffnen oder schließen. Zum schließen kann man die Klappen in eine Art Plastik-Karabiner einklinken.
Ich hatte ehrlich gesagt nur eine Nacht Kondensationsprobleme, als es durchgehend geregnet hat und ich die Sturmklappen zu hatte. Macht man die auf weht ein nettes Windchen durchs Zelt und es gibt keine Probleme.
Nass wird es innen leider trotzdem bei starkem Regen, da bei Windböhen das Außenzelt auf das Innenzelt gedrückt wird und so die Tropen da herankommen.
Raum-Nutzung
Ich finde das Konzept sehr gut so wie es ist. Man kann selbst entscheiden wie groß Apsiden oder Innenzelt sind. i.d.R. nehme ich einfach mein komplettes Gear in das Innenzelt und lasse Schuhe, Trekkingstöcke, Topf oder ähnliches draußen. Sollte alles total Nass sein, verkleinere ich das Innenzelt und stelle alles in die Apsiden.
Es ist aber auch Möglich eine Seite des Innenzeltes breit zu haben und die andere klein. Die Möglichkeiten sind einfach immens und ich denke da ist für jeden etwas dabei.
Innenzelthöhe ist bei mir als 175cm Person gut, bei Dauer-Regen wird es aber drin zu klein. Man kann im Grunde nur in der Mitte aufrecht sitzen und das nervt auf Dauer.
Liegefläche ist aufjeden Fall ausreichend, selbst bei Minimal-Innenzelt passt meine Z-Lite in der Breite Problemlos rein und ich hab oben und unten noch Platz für Sachen.
Windstabilität
Absolut TOP, man kann nichts sagen. Wir haben eine Nacht in einem Tal bei Sturm verbracht, andere Zelte sind weggeflogen, das Bowfin stand sehr gut. Es stand tatsächlich neben zwei Unna Sturmbunkern und zumindest von Außen sahen die Zelte vergleichbar stabil aus (Ich denke aber innen war es etwas cooler bei denen als bei mir)
Ich hatte es natürlich extra noch einmal abgespannt und es hat drinnen hart gewackelt, wir hatten aber auch Böen bis 80km/h mit Vertikal-Regen und ich hab die Nacht gut überstanden.
Problem ist halt hier ganz arg, dass bei Böen das Außenzelt an das Innenzelt kommt und da die Nässe reinkommt (Ich bin aber auch noch nicht fertig mit dem experimentieren wie man es am besten Abspannt, vlt. Lässt sich da noch etwas verbessern…)
Nass geworden ist es schon, aber nur weil ich Depp die Sturmklappen offen hatte (Was übrigens bei starkem Wind auch nicht gerade TOP ist für die Stabilität…

Austattung
Im Grunde gibt es halt das Zelt und ein paar Abspannpunkte
Ein kleines (nicht gut durchdachtes) Feature sind kleine Seitentaschen im Innennetz die absolut nichts taugen weil alles rausfliegt (Hab eine Nacht dann auf meiner Brille gepennt…).
Fazit
Gutes 1-Personen Zelt das ich definitiv weiter nutzen werde und das mir auch viel Spaß bringt. Gewicht / Leistungsfaktor ist einfach gut. Das Ding ist super schnell aufgebaut und auch abgebaut (Was waren die anderen neidisch weil ich das Ding im harten Regen schnell zusammen hatte)
Was mir fehlt ist das partial-solid inner. Werde das aber nicht mehr bestellen sondern versuchen mir selbst was zu basteln..
Das Groundsheet (Fensterfolie) hat zwar seinen Dienst getan, aber ich werde mir auch hier etwas basteln was sich einfach an das Außenzelt anklippen lässt. Alles andere ist nur nervig weil die Folie sonst entweder ständig unter dem Außenzelt rausguckt oder verrutscht oder oder oder…
Windstabilität ist extrem gut (Henry sagt selbst, das Zelt ist stabiler als Rainbow und Moment).
Hier noch einmal ein paar Bilder. Sorry hab nicht allzu viele:
Foto 3
Foto 4
Bei Fragen einfach los Fragen (Bin noch nicht so Zelt-Erfahren, aber werde versuchen zu helfen) und wenn jemand noch mehr Fotos möchte, auch einfach fragen.
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