Kaufdatum: Frühjahr 2006
Gebrauchszeitraum: insgesamt 4 Wochen Korsika, 2 Wochen Pyrenäen
Wetter-/Klimabedingungen: einige regnerische Nächte, Sturm an der Küste, Nebel
Art des Einsatzes: Trekking
Hersteller: Vaude
Modellbezeichnung: Taurus II
Modelljahr: 2005
Unverbindliche Preisempfehlung: 220 ,-
max. Personenanzahl: 2
Zelttyp: A-Frame
Vorgesehener Einsatzbereich: Trekking
Material Aussenzelt: 75 DEN Polyester 185T, PU coated
Material Innenzelt: 70 DEN Polyamid 190T
Material Boden: 70 DEN Polyamid 190T, PU coated
Material Gestänge: 7001/T6-Alu / 10,2mm
Gewicht min. (in kg): 2,44
Gewicht normal (in kg): ~2,7 + ~400g Groundsheet
Packmaße (L x B x H in cm): 53 x 19 cm
Anzahl Eingänge: 1
Bewertung der Verarbeitungsqualität: gut
Bewertung des Komforts: befriedigend
Handling (Aufbau, Abbau, Gebrauch): sehr gut
Pro-Kauf-Argumente (Stärken):
+ geringes Gewicht
+ günstig
+ Top-Verarbeitung
+ kulanter Hersteller
+ sehr schneller, unkomplizierter aufbau
Contra-Kauf-Argumente (Schwächen):
- wenig Komfort (siehe weiter unten)
Alter Testperson: 21-30
Körpergrösse Testperson (in cm): 1,75 - 183
Körperstatur Testperson: normal
Geschlecht Testperson: männlich
Outdoorerfahrung Testperson (1-wenig bis 7-hoch): 3
Ich habe mich nun dazu entschlossen, auch mal einen Testbericht für mein Vaude Taurus II zu schreiben. Ich habe zwar nicht die Vergleichmöglichkeiten zu anderen teureren Zelten, wie andere Leute hier, aber es kann ja gerne ergänzt werden, was ich übersehen habe.
Nachdem ich vor 3 Jahren meine erste Tour in Schweden auf dem Bohusleden verbracht habe - auf dem wir ein tonnen-schweres Aldi-Iglu-Zelt mitgeschleppt haben und auch noch beim ersten Aufbau beim Abspannen das Außenzelt eingerissen ist, musste für unsere nächste Tour ein neues, vertrauenswürdigeres Zelt her.
Da wir nicht viel Geld hatten, griffen wir zum Taurus II, dass es damals für 120 Euro im Angebot gab und einfach auf dem Papier vom Gewichts - Platz - Verhältnis für den Preis unschlagbar schien.
Das erstemal aufgebaut auch hellauf begeistert - von der Verarbeitung einfach kein Vergleich zu den bisher bekannten Aldi-Vertretern. Der Boden machte mir etwas Sorgen... so dünn - was passiert wohl wenn man sich auf spitze Steinchen legt? Benutze aus diesem Grund immer ein Groundsheet, aber die 2-3 Male ohne hat dem Boden auch nicht geschadet, vielleicht bin ich da etwas paranoid ^^
Aufbau
Gestänge auspacken und zusammenstecken, zuerst die Längs-Achsen-Stange, dann die gebogene Querstange einschieben, Querstange einhaken, Längsstange einhaken, noch mit 5 Heringen abgespannt (geht leichter zu zweit) und das Zelt steht.
Schätzungsweise 2-3 Minuten dauert das Ganze. Ich würde behaupten wir gehören immer zu den schnellsten, verglichen mit den anderen Leuten, die an den Refuges ihr Zelt aufbauen ;)
Komfort
Zum größten Kritikpunkt an diesem Zelt.
Für die Unterbringung der Rucksäcke gibt es 3 Möglichkeiten:
1) beide in die Apsis (gestapelt, anders passt es nicht)
2) einen in die Apsis, einen ins Innenzelt den Fußraum zwischen die Füße
3) beide ins Innenzelt im hinteren Teil also zwischen den beiden Schlafplätzen
Möglichkeit 1 haben wir nicht probiert, weil dann ein Ein- und Aussteigen nicht mehr möglich ist. Für den der nachts nicht unerwartet auf Toilette muss, vielleicht eine Möglichkeit.
2) funktioniert eigentlich ganz gut, Ein- und Ausstieg gestaltet sich dadurch etwas umständlich.
Trotzdem bevorzugen wir Möglichkeit 3). Dann hat man auch alle sachen direkt parat, wenn man mal irgendwas braucht und es ist irgendwie beruhigender, wenn der Rucksack bei Regen nicht in der Apsis liegt.
Problem an dem ganzen ist, dass durch die Rucksäcke der Platz arg begrenzt ist. Da bei den Füßen ein Rucksack liegt, stößt man hier mit den Füßen gelegentlich ans Außenzelt, was bei Kondenswasser zu einem feuchten Schlafsack führt. Das lässt sich aber vermeiden wenn man ein bisschen aufpasst, und es nicht windig ist. Bei starkem Wind, lässt es sich nicht vermeiden ans Außenzelt zu stoßen
Da die Rucksäcke auch unter dem höchsten Punkt des Zeltes liegen, ist Sitzen nur gebückt möglich.
Trotz allem hat man recht bequem viel Platz zum Schlafen, weil das Zelt nach vorne hin recht breit wird.
Wetterfestigkeit
In ein richtig heftiges Unwetter sind wir noch nicht geraten, haben aber schon ein paar (auch stärkere) regnerische Nächte darin verbracht und sind immer trocken geblieben.
Bei Nebel wird das Außenzelt von innen feucht, was das angesprochene "Feuchte Füße Problem" aufwirft.
Zum Thema Windfestigkeit war ich eigentlich positiv überrascht, als wir an der Küste Korsikas mit Sturmwarnung konfrontiert wurden, und uns links und rechts die Quechua-Zelte um die Ohren flogen, unser Zelt aber stand. Wir haben noch zusätzlich am Gestänge abgespannt, wo auch Laschen sind, mit denen das gut möglich war, ob die dafür gedacht waren wissen wir aber nicht ;)
kleine Anmerkung zum Gestänge: Ich kannte bisher nur Fiberglas, das ja teilweise schon beim Aufbau den Geist aufgibt. Als dann eines Tages mein Begleiter schon etwas angetrunken stolperte und sich einmal komplett am Zelt-Gestänge abstützte, dachte ich, jetzt ist es wohl drum geschehen. Aber sehr erstaunlich wie weit sich das Ganze durchbiegen ließ ;)
Eine Stange ist übrigens letztes Jahr 'eingerissen'. Vermutlich ist das sogar auf oben genannten Unfall zurückzuführen. Mit Reparaturhülse war das Problem schnell behoben und Vaude hat mir das Segment kostenlos ersetzt, sogar in 2facher Ausführung! Jetzt habe ich für den Fall der Fälle ein Ersatzteil dabei.
Fazit:
Für unsere Touren: 4 Wochen auf Korsika (Frühjahr / Sommer) und 2 Wochen durch die Pyrenäen (Sommer) war das Taurus II super geeignet. Es ist leicht, schnell aufgebaut und man hat das Gefühl sich bei Wind und Wetter drauf verlassen zu können.
Für mehr als zum Schlafen wirds aber eng (im wahrsten Sinne des Wortes)! Bei schlechtem Wetter haben wir uns abends zum Kochen in die Refuges gesetzt, das wäre im Zelt äußerst umständlich gewesen. Also für Leute die ähnliche Touren planen, d.h. in Gebiete wo tendenziell gutes Wetter ist, bzw. abends Ausweichmöglichkeiten zum gemütlichen Sitzen bestehen ein wirklich gutes Zelt, das auch noch bezahlbar ist.
Noch zu den Noten die ich vergeben hab:
Verarbeitungsqualität: gut : Finde es wirklich sehr sehr gut verarbeitet, aber da mir der Vergleich zu wirklich teuren Zelten wie Hilleberg und co fehlt, hab ich mal nur ein 'gut' gegeben.
Komfort: befriedigend: Weil man eben keine Regentage oder Abende darin verbringen kann. Bezieht sich aber nicht auf den Schlafkomfort, der ist wirklich gut
Fotos liefer ich mal bei Gelegenheit nach!
Gebrauchszeitraum: insgesamt 4 Wochen Korsika, 2 Wochen Pyrenäen
Wetter-/Klimabedingungen: einige regnerische Nächte, Sturm an der Küste, Nebel
Art des Einsatzes: Trekking
Hersteller: Vaude
Modellbezeichnung: Taurus II
Modelljahr: 2005
Unverbindliche Preisempfehlung: 220 ,-
max. Personenanzahl: 2
Zelttyp: A-Frame
Vorgesehener Einsatzbereich: Trekking
Material Aussenzelt: 75 DEN Polyester 185T, PU coated
Material Innenzelt: 70 DEN Polyamid 190T
Material Boden: 70 DEN Polyamid 190T, PU coated
Material Gestänge: 7001/T6-Alu / 10,2mm
Gewicht min. (in kg): 2,44
Gewicht normal (in kg): ~2,7 + ~400g Groundsheet
Packmaße (L x B x H in cm): 53 x 19 cm
Anzahl Eingänge: 1
Bewertung der Verarbeitungsqualität: gut
Bewertung des Komforts: befriedigend
Handling (Aufbau, Abbau, Gebrauch): sehr gut
Pro-Kauf-Argumente (Stärken):
+ geringes Gewicht
+ günstig
+ Top-Verarbeitung
+ kulanter Hersteller
+ sehr schneller, unkomplizierter aufbau
Contra-Kauf-Argumente (Schwächen):
- wenig Komfort (siehe weiter unten)
Alter Testperson: 21-30
Körpergrösse Testperson (in cm): 1,75 - 183
Körperstatur Testperson: normal
Geschlecht Testperson: männlich
Outdoorerfahrung Testperson (1-wenig bis 7-hoch): 3
Ich habe mich nun dazu entschlossen, auch mal einen Testbericht für mein Vaude Taurus II zu schreiben. Ich habe zwar nicht die Vergleichmöglichkeiten zu anderen teureren Zelten, wie andere Leute hier, aber es kann ja gerne ergänzt werden, was ich übersehen habe.
Nachdem ich vor 3 Jahren meine erste Tour in Schweden auf dem Bohusleden verbracht habe - auf dem wir ein tonnen-schweres Aldi-Iglu-Zelt mitgeschleppt haben und auch noch beim ersten Aufbau beim Abspannen das Außenzelt eingerissen ist, musste für unsere nächste Tour ein neues, vertrauenswürdigeres Zelt her.
Da wir nicht viel Geld hatten, griffen wir zum Taurus II, dass es damals für 120 Euro im Angebot gab und einfach auf dem Papier vom Gewichts - Platz - Verhältnis für den Preis unschlagbar schien.
Das erstemal aufgebaut auch hellauf begeistert - von der Verarbeitung einfach kein Vergleich zu den bisher bekannten Aldi-Vertretern. Der Boden machte mir etwas Sorgen... so dünn - was passiert wohl wenn man sich auf spitze Steinchen legt? Benutze aus diesem Grund immer ein Groundsheet, aber die 2-3 Male ohne hat dem Boden auch nicht geschadet, vielleicht bin ich da etwas paranoid ^^
Aufbau
Gestänge auspacken und zusammenstecken, zuerst die Längs-Achsen-Stange, dann die gebogene Querstange einschieben, Querstange einhaken, Längsstange einhaken, noch mit 5 Heringen abgespannt (geht leichter zu zweit) und das Zelt steht.
Schätzungsweise 2-3 Minuten dauert das Ganze. Ich würde behaupten wir gehören immer zu den schnellsten, verglichen mit den anderen Leuten, die an den Refuges ihr Zelt aufbauen ;)
Komfort
Zum größten Kritikpunkt an diesem Zelt.
Für die Unterbringung der Rucksäcke gibt es 3 Möglichkeiten:
1) beide in die Apsis (gestapelt, anders passt es nicht)
2) einen in die Apsis, einen ins Innenzelt den Fußraum zwischen die Füße
3) beide ins Innenzelt im hinteren Teil also zwischen den beiden Schlafplätzen
Möglichkeit 1 haben wir nicht probiert, weil dann ein Ein- und Aussteigen nicht mehr möglich ist. Für den der nachts nicht unerwartet auf Toilette muss, vielleicht eine Möglichkeit.
2) funktioniert eigentlich ganz gut, Ein- und Ausstieg gestaltet sich dadurch etwas umständlich.
Trotzdem bevorzugen wir Möglichkeit 3). Dann hat man auch alle sachen direkt parat, wenn man mal irgendwas braucht und es ist irgendwie beruhigender, wenn der Rucksack bei Regen nicht in der Apsis liegt.
Problem an dem ganzen ist, dass durch die Rucksäcke der Platz arg begrenzt ist. Da bei den Füßen ein Rucksack liegt, stößt man hier mit den Füßen gelegentlich ans Außenzelt, was bei Kondenswasser zu einem feuchten Schlafsack führt. Das lässt sich aber vermeiden wenn man ein bisschen aufpasst, und es nicht windig ist. Bei starkem Wind, lässt es sich nicht vermeiden ans Außenzelt zu stoßen

Da die Rucksäcke auch unter dem höchsten Punkt des Zeltes liegen, ist Sitzen nur gebückt möglich.
Trotz allem hat man recht bequem viel Platz zum Schlafen, weil das Zelt nach vorne hin recht breit wird.
Wetterfestigkeit
In ein richtig heftiges Unwetter sind wir noch nicht geraten, haben aber schon ein paar (auch stärkere) regnerische Nächte darin verbracht und sind immer trocken geblieben.
Bei Nebel wird das Außenzelt von innen feucht, was das angesprochene "Feuchte Füße Problem" aufwirft.
Zum Thema Windfestigkeit war ich eigentlich positiv überrascht, als wir an der Küste Korsikas mit Sturmwarnung konfrontiert wurden, und uns links und rechts die Quechua-Zelte um die Ohren flogen, unser Zelt aber stand. Wir haben noch zusätzlich am Gestänge abgespannt, wo auch Laschen sind, mit denen das gut möglich war, ob die dafür gedacht waren wissen wir aber nicht ;)
kleine Anmerkung zum Gestänge: Ich kannte bisher nur Fiberglas, das ja teilweise schon beim Aufbau den Geist aufgibt. Als dann eines Tages mein Begleiter schon etwas angetrunken stolperte und sich einmal komplett am Zelt-Gestänge abstützte, dachte ich, jetzt ist es wohl drum geschehen. Aber sehr erstaunlich wie weit sich das Ganze durchbiegen ließ ;)
Eine Stange ist übrigens letztes Jahr 'eingerissen'. Vermutlich ist das sogar auf oben genannten Unfall zurückzuführen. Mit Reparaturhülse war das Problem schnell behoben und Vaude hat mir das Segment kostenlos ersetzt, sogar in 2facher Ausführung! Jetzt habe ich für den Fall der Fälle ein Ersatzteil dabei.
Fazit:
Für unsere Touren: 4 Wochen auf Korsika (Frühjahr / Sommer) und 2 Wochen durch die Pyrenäen (Sommer) war das Taurus II super geeignet. Es ist leicht, schnell aufgebaut und man hat das Gefühl sich bei Wind und Wetter drauf verlassen zu können.
Für mehr als zum Schlafen wirds aber eng (im wahrsten Sinne des Wortes)! Bei schlechtem Wetter haben wir uns abends zum Kochen in die Refuges gesetzt, das wäre im Zelt äußerst umständlich gewesen. Also für Leute die ähnliche Touren planen, d.h. in Gebiete wo tendenziell gutes Wetter ist, bzw. abends Ausweichmöglichkeiten zum gemütlichen Sitzen bestehen ein wirklich gutes Zelt, das auch noch bezahlbar ist.
Noch zu den Noten die ich vergeben hab:
Verarbeitungsqualität: gut : Finde es wirklich sehr sehr gut verarbeitet, aber da mir der Vergleich zu wirklich teuren Zelten wie Hilleberg und co fehlt, hab ich mal nur ein 'gut' gegeben.
Komfort: befriedigend: Weil man eben keine Regentage oder Abende darin verbringen kann. Bezieht sich aber nicht auf den Schlafkomfort, der ist wirklich gut

Fotos liefer ich mal bei Gelegenheit nach!
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